Schon etwas vermisst?

Affenmärchen - Arbeit frei von Lack und LederHallo LeserInnen des Affenmärchens!

Heute um 8.00 Uhr gab es kein Blogpost, keinen kurzen Text und keinen Download – das war kein technischer Defekt es war schlicht kein Blogpost, kein Beitrag mehr da!

Mit dem Beitrag vom Freitag ist der „theoretische“ Teil von Affenmärchen abgeschlossen. Ich freue mich, wenn es Euch gefallen hat und ihr den fehlenden Abschnitt heute Morgen ein wenig vermisst habt.

Aus diesem Anlass, hier Affenmärchen in  Online-Zahlen bis heute:

  • Knapp 19.000 Mal wurde die Seite bisher aufgerufen
  • Der 27. Juni war mit 497 Aufrufen der verkehrsreichste Tag in diesen Monaten der Veröffentlichung.
  • Knapp 100 Menschen haben sich angemeldet und die Posts via Mail empfangen.
  • Die 122 Artikel haben Menschen zu 101 Kommentaren animiert.
  • Über 71 Kategorien verteilen sich mehr als 2.200 Stichworte.
  • Das Buch wurde, so weit ich es mitbekommen habe in 11 anderen Blogs erwähnt.
  • 38 Menschen gefällt die Facebook-Seite

Jetzt zum spannenden Teil. Wie viele Bücher wurden bestellt? Wir sind weit hinter den 10.ooo Exemplaren geblieben, zu denen ich hoch ambitioniert aufgerufen hatte. Alles in allem gab es rund 80 Bestellungen. Von diesen wurden bereits gut die Hälfte über die Vorabauflage bedient, da die Besteller nicht nur bestellt, sondern darüber hinaus auch mit mir persönlich in Kontakt getreten sind.
In den kommenden Tagen werde ich alle Menschen, die an Affenmärchen und mich glauben, persönlich informieren und ihnen ebenfalls die Vorabauflage anbieten. Leider reichen 100 Bestellungen nicht aus, um sinnhaft an eine gedruckte Auflage des Buches mit allen 10 Kapiteln zu denken.

10. Kapitel und wie es weiter geht …

Wie in 10.000+ geschrieben, hat das gesamte Buch 10 Kapitel. Das 10. Kapitel ist konzeptionell entworfen und die Argumentationskette dafür steht. Es wird zeigen, wie man in Richtung sinnvoll Wirtschaften und Sinnkopplung gehen kann und wer das bereits heute tut. Anders als in anderen Büchern hatte ich die Erwartung, gerade durch die Veröffentlichung im Netz, für dieses Kapitel neue Menschen, Geschichten und Wege kennen zu lernen. In dieser Erwartung wurde ich nicht enttäuscht und so bin ich derzeit damit beschäftigt, Interviews zu führen und Menschen mit ihren Geschichten zu sammeln und zu dokumentieren. Was sie gemeinsam haben? Durch einen inneren Impuls, Affenmärchen oder auch durch unser Beratungsangebot zum sinnvollen Wirtschaften, hat sich ihr Bezugssystem und damit ihr Lebensweg verändert.
Ich habe zwar schon ein paar Menschen zusammen, doch wenn sich jetzt jemand angesprochen fühlt und Lust verspürt, seine Geschichte dazu zu erzählen, meldet Euch bei mir, ich freue mich!

Was passiert sonst noch?

  • Es gibt die Idee Affenmärchen in andere Sprachen zu übersetzen. Allerdings fehlt dieser Ambition im Moment sowohl die Arbeitskraft, wie auch die Kompetenz. Fürs Englische gibt es jemanden der Lust hat und auch schon angefangen hat. Über Unterstützung und mehr Schultern, auf denen wir die Arbeit verteilen können, würden wir uns allerdings freuen.
  • Gerne können weiterhin Vorträge und Workshops zu Themen rund um sinnvolles Wirtschaften und Sinnkopplung bei mir angefragt werden.
  • Gemeinsam mit meinen Beraterkollegen bieten wir ein ganz spezielles Format an, die interaktive Weblesung. Hier stellen wir das Format beispielhaft mit den Inhalten meines Kollegen Dr. Andreas Zeuch vor.
  • Jetzt, nachdem das Buch veröffentlicht ist und alle sich ein gesamtheitliches Bild machen können, bin ich gespannt, ob es noch ein wenig mehr Ressonanz bekommt.
  • Der Weg, wie wir Affenmärchen in der edition sinnvoll wirtschaften veröffentlich haben, hat schon einige Interessierte gefunden, die sich gemeinsam mit uns überlegen, ein Buch auf eine vergleichbare Weise zu publizieren.
  • Es gibt die Idee zu einem weiteren Buch, dass seine Leser anleitet, im Bezugssystem des sinnvollen Wirtschaftens denken und natürlich auch handeln zu lernen.

Ich freue mich, wie viele Menschen auf Affenmärchen reagiert haben, bin ein wenig enttäuscht, dass es nicht zu kontroverseren Diskussionen und engagierterem Widerspruch unter den Lesern gereicht hat und wünsche uns allen sinngekoppelte Arbeit!

Viele Grüsse Gebhard

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4 Kommentare

Eingeordnet unter danke, off record

4 Antworten zu “Schon etwas vermisst?

  1. Hallo Gebhard,

    nur kurz zum ersten Abschnitt, vielleicht liegt da mein gedankliches Problem. Natürlich kann man in einer sozialen Marktwirtschaft sinnvoll wirtschaften. Ich bin allerdings der Meinung, dass wir keine soziale Marktwirtschaft mehr haben. Wenn die Apologeten des aktuellen Wirtschaftens aufschreien und von Revolution sprechen, wenn man fordert, dass jemand der Vollzeit arbeitet auch einen vollständigen Lohn bekommen soll, dann haben wir keine soziale Marktwirtschaft mehr. Die Weigerung – auch der Politik – hier Rahmenbedingungen zu verändern, ist für mich mehr als ein Verhaltensmuster, das es zu ändern gilt.

    Dass man mit ein Umwälzung einfach beginnen kann ist klar, ich selbst und einige, die ich kenne, tun es einfach. Das Ergebnis einer Umwälzung in großem Maßstab würde m.E. aber in ein neues Wirtschaftssystem münden.

    Die Sinn Unsinn – Frage ist im Falle anfassbarer Produkte immer schwierig zu beantworten. Ich dachte dabei durchaus auch an immaterielle Produkte, die nur der Profitmaximierung dienen. Zumindest kann ich keinen anderen Sinn in komplizierten Wertpapier-Schuldverschreibungs-Wett-Produkten erkennen. Alleine der Gedanke die Finanzwirtschaft wieder auf die ursprüngiche Kernfunktion von Banken (Sparkassen) zu reduzieren käme doch einer Wirtschaftsrevolution gleich – womit wir wieder am Anfnag wären.

    viele Grüße Eberhard

    • Hallo Eberhard,

      Die Weigerung – auch der Politik – hier Rahmenbedingungen zu verändern, ist für mich mehr als ein Verhaltensmuster, das es zu ändern gilt.

      Dass man mit ein Umwälzung einfach beginnen kann ist klar, ich selbst und einige, die ich kenne, tun es einfach. Das Ergebnis einer Umwälzung in großem Maßstab würde m.E. aber in ein neues Wirtschaftssystem münden.

      Mein Problem mit dieser Umwälzung ist, dass sich mir sofort ein Bild aufdrängt, in der wieder einmal eine Minderheit annimmt (und seien es 500.000 Menschen in Deutschland), sie wüsste es besser und anfängt – im guten Glauben – an den Rahmenbedingungen rumzuschrauben. Soweit ich die Geschichte kenne und erinnere sowie einen eher kurzen gesellschaftsgeschichtlichen Maßstab von 50 Jahren ansetze, ist dabei bisher kaum was Robustes heraus gekommen.

      Mit der allgemeinen Bildung die wir heute haben, sollte mehr drin sein, finde ich. Mein Glaube: Gelingen kann das nur wenn wir, die wir die Minderheit sind, aufhören, die anderen das Denken wegdelegieren zu lassen. Sei es an Frau Merkel, Herrn Ackermann, die Piratenpartei, Gewerkschaften, RTL II oder wen auch immer. Wir alle können sukzessive in Richtung sinnvolles Wirtschaften gehen. Wer jetzt anfängt, dem tut es vielleicht ein wenig mehr weh als denen, die in drei Monaten damit anfangen. Dennoch können wir es alle mit zunehmender Konsequenz tun. Einige Beispiele:

      • Mehr moderne Schnickschnackgeräte als notwendig vermeiden. Sprich ein neues Handy, wenn das alte kaputt geht und nicht wenn ein Neues auf den Markt kommt. Ähnlich kann verfahren werden mit Computern, Tablet PCs etc.. Neulich habe ich einen Programmierer kennengelernt der seine Rechner aus genau diesem Grund nur gebraucht kauft!
      • Wenn überhaupt, dann Autos gegen alle Werbekampagnen so lange fahren, bis sie wirklich, wirklich, wirklich kaputt sind. Es ist ökologisch viel sinnvoller ein gebrauchtes Auto zu reparieren, als ein neues produzieren zu lassen.
      • Plastikverpackungen, die man auf der Straße liegen sieht aufheben und in einen Mülleimer werfen. Plastikverpackungen sammeln sich über die Zeit im Meer und dort im Pazifik, wo es inzwischen eine riesige Plastikinsel gibt, die wir kaum noch los werden können.
      • Nur Finanzprodukte kaufen (inkl. Anlagen), die man wirklich, wirklich, wirklich versteht. Das ist wohl einer der Punkte, wo Misstrauen ratsamer ist als Vertrauen.

      Sprich: Die ersten Schritte in Richtung sinnvolles Wirtschaften zu gehen sind gar nicht so schwer. Sie kratzen nur etwas an unserm Luxus. Du selbst ergänzt auf Deinem Blog mit einigen schönen Beispielen unter dem Aspekt der Vertrauenswirtschaft – die gerne auch als DUMM abgestempelt wird. Die große Umwälzung kommt, wenn mehr und mehr mitmachen, von ganz alleine und ich gebe Dir recht, dann wird sich auch das Wirtschaftssystem ändern. Doch das ist in Konsequenz reichlich trivial oder?

      Gruß
      Gebhard

  2. Hallo Gebhard,

    in der Tat ich hatte etwas vermisst, obwohl ich die Texte schon kannte. Dass ich mich noch nicht und vor allem ausführlich gemeldet habe liegt einerseits an akutem Zeitmangel aufgrund familiärer Einspannung andererseits ist es schwierig Dir zu widersprechen 😉 Warum widersprechen? Vieles von dem was Du schreibst stößt bei mir auf große Zustimmung, bei manchem regt sich Widerspruch, der letztendlich aber nur zu Detaildiskussionen führen würde. Wiederum an anderen Stellen denke ich, dass Du es auf eine fundamentale Kritik des aktuellen Wirtschaftssystem hinaus laufen müsste. Ich frage mich ernsthaft ob sinnvoll wirtschaften im Kontext eines globalen Kaptialismus möglich ist. Müsste nicht das Primat der Proftoptimierung konsequent aufgegeben werden. Meine ketzerische Frage lautet „Lässt sich mit „Gewinn-Optimierungs-Produkten, die niemand wirklich braucht, wirklich sinnvoll wirtschaften?“ Reden wir dann nicht über eine fundamentale Umwälzung?

    das ist bei mir alles noch nicht zu Ende gedacht, weitere Kommentare folgen

    LG Eberhard

    • Hallo Eberhard,
      vielen Dank für Deine Reaktion!
      Zu Deinen Anmerkungen:

      • Die Aussage es müsste auf eine fundamentale Kritik am aktuellen Wirtschaftssystem – sprich an einer sozialen Marktwirtschaft – hinauslaufen, kann ich nicht bestätigen. Eine fundamentale Kritik an den üblichen Verhaltensmustern innerhalb dieses Wirtschaftssystems ist es allerdings ganz sicher.
      • Ja, wer konsequent sinnvoll wirtschaften möchte, muss das Primat der Profitmaximierung konsequent aufgeben. Wohlgemerkt nicht die Idee wirtschaftliche Gewinne zu machen – nur die Unterordnung aller anderen Werte unter die Maximierung des Profits. Und somit beantworte ich Deine Frage mit einem klaren: Natürlich … Natürlich ist es kein sinnvolles Wirtschaften, wenn man Gewinn-Optimierungs-Produkte oder -Geschäftsmodelle umsetzt, die niemand wirklich braucht. Schwer wird allerdings die Differenzierung genau dieser letzen Aussage. Was ist es denn, was niemand braucht. Gibt es dafür einen objektiven Massstab – sozusagen das Urmeter des Unsinns? Wenn es das gibt, kenne ich es nicht und bis ich es kenne, darf ich selbst glücklicherweise sagen, was ich für unsinnig halte, diese Meinung teilen muss – auch glücklicherweise – niemand.
        Vielleicht ist es eine Idee, Produkte von denen der Sinn auch beim zweiten Hinschauen nicht ersichtlich ist einfach als Kunst zu bezeichnen ;). Spannend wird dieser Punkt natürlich bei Dingen, die in der Form, wie sie heute ein Bedürfnis befriedigen, vielleicht recht sinnentleert sind, das Bedürfnis allerdings unstrittig sinnvoll ist. Ich denke da etwas plakativ mal an Autos und Mobilität.
      • Natürlich reden wir über eine fundamentale Umwälzung. Was mich an der Idee des sinnvollen Wirtschaftens so fasziniert hat Harald Welzer in unserer Präsentation bei „Wir sind Revolution“ sehr schön zusammen gefasst: Diese Umwälzung hat keine Vorbedingungen. Wer es tun möchte, kann es einfach tun. Es braucht keine neuen Gesetze, kein anderes Wirtschaftssystem oder eine andere Regierung. Man muss nicht erst eine Kapitalgesellschaft erfinden, die es noch nicht gibt oder eine neue Rechtsform entwickeln. Und gerade weil das alles nicht notwendig ist und weil jeder bei sich damit anfangen kann, in Richtung sinnvolles Wirtschaften zu gehen, gibt es mir Hoffnung, dass wir uns nicht zuerst die Köpfe einschlagen müssen, bevor wir wieder einmal versuchen danach alles richtig zu machen.
      • Hier der Link zum Video:

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