wetten statt planen – thinktalk bei new&able

buch-illustration_WSP_SignaturLiebe Leserin, lieber Leser,

Dürrenmatt schreibt in den Physikern: „Je planmässiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall zu treffen.“

Ich stelle mir vor, er entlieh diese Erkenntnis der Aussage von Einstein: „Wer plant ersetzt den Zufall durch den Irrtum.“

In einem kürzlichen Twitter-Gespräch mit Holger Zimmermann stellte dieser fest: „Der Irrtum ist mir dann lieber, weil sich ein Delta zur Realität ergibt, aus dem ich lernen kann. .“

Ich treffe viele Menschen, die ständig planen, um dann in Streß zu geraten, wenn die Wirklichkeit von ihren geformten Erwartungen abweicht. Nur wenige gehen mit diesem Unterschied gelassen um.

Da meine Kraft aus Ruhe entsteht, denke ich seit Jahren darüber nach, was besser sein könnte, als planend mit der Unsicherheit der Zukunft umzugehen. Wie kann anders ins wertvolle Denken kommen? So kam ich auf die Wette. Zuerst in einer klar ablehnenden Haltung. Meine wissenschaftliche Herangehensweise – schnellstmöglich zu beweisen, dass die Annahme falsch ist –festigte die Idee nur noch. So dass inzwischen ein streitbares Konzept daraus hervorging.

Erstmals präsentierte ich den Gedanken öffentlich auf dem pmCamp in Dornbirn 2014. Die Veranstalter luden mich zur freien Keynote zum Thema „Beyond Project Management“ ein. Dort nannte ich es: „Wetten anstatt zu investieren.“

Einige Monate später – inzwischen teilte ich die Gedanken mit Dagmar Woyde-Koehler – lud sie mich zum thinktalk dazu bei new&able nach Karlsruhe ein. Dieses Format bietet von Beginn an den direkten Austausch mit den Teilnehmern.

Ein sehr spannender Abend, dessen Tonspur wir glücklicherweise mitschnitten. Zuerst diente der daraus transkribierte Text uns selbst, um noch einmal an die Fragen der Teilnehmer aus deren Alltag zu erinnern. Sehr schnell wollten wir den Austausch allen zur Verfügung stellen, die dabei waren. Was im Gedanken mündete, ihn allgemein zugänglich zu machen.

Ein erster Entwurf reizte unsere Phantasie. Wir wollten mehr als nur Buchstaben. Wir wollten auf jeden Fall Raum für die Leserinnen und Leser, eigene Gedanken dazu zu notieren. Um die Hemmschwelle zu senken, in ein gedrucktes Buch einfach hineinzuschreiben, notierten wir handschriftliche Fragen neben dem Text. Dann schlug Franziska Köppe vor, die Fragen mit Sketchnotes,  Comics und Grafiken zu ergänzen.

buch-illustration_WSP_SignaturAlle begeisterten die Beispielskizzen, mit denen sie ihre Idee veranschaulichte. So kam es schlussendlich zu diesem bemerkenswerten Buch. Folgende Aspekte machen es außergewöhnlich:

  • Die Wirklichkeit der Teilnehmer trägt die Inhalte. Anstatt eines schlüssig vorgedacht argumentierten Vortrags, bekommen die Leser  Fragen sowie Beispiele des wahren Lebens und darauf aufbauende Gedanken.
  • Die begleitenden Grafiken stellen Fragen. Üblicherweise unterstreichen Bilder die Argumente der Autoren. In diesem Buch stärken sie die konstruktiv kritischen Blickwinkel der Leser.
  • Es geht um Offenheit & Öffentlichkeit. Für das Format lohnt der voll vierfarbige Druck. Dennoch liegt es im Interesse aller, den Austausch so weit es geht zu verbreiten. Deshalb entschlossen wir uns, das Buch zum Selbstkostenpreis anzubieten.

Wenn Du jetzt angebissen hast, dann kauf das Buch auf amazon oder direkt bei mir.

Brauchst Du noch mehr Info? Hier geht’s zur Buchseite.

Wir wollen denken!
Gebhard

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