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Affenmärchen live am 23. August in Frankfurt

Liebe Leserinnen und Leser,

die Operation Monkey Business geht in die Endphase. Über 3.200 EUR und 60% des Geldes sind bereits zusammen gekommen. Somit fehlen noch etwas mehr als 1.500 EUR. Das klinkt gar nicht so viel, ist allerdings eine echte Aufgabe für die letzten Tage. Deshalb freue ich mich heute auf eine Veranstaltung hinweisen zu können, deren Erlös vollständig der Operation Monkey Business gestiftet wird!

Am Donnerstag den 23. August sind alle Interessierten bei der AGENTCSGROUP in Frankfurt zur Diskussion mit mir über und rund um Affenmärchen eingeladen. Hier ein Auszug aus der Einladung:

Borck, streitbarer Autor des Buches“AFFENMÄRCHEN: Arbeit frei von Lack & Leder”, bereitet mit seinen Thesen nicht nur emotional aber fair geführten Diskussionen einen idealen Nährboden, er provoziert auch mit Sätzen wie “Die Lackaffen in den Führungsetagen von Unternehmen erzählen uns Ammenmärchen”.

Und siehe da, auch wir finden die eine oder andere Aussage im Buch, die wir so nicht unterschreiben würden und an anderer Stelle können wir seinen Thesen wiederum vollumfänglich beipflichten. Wir freuen uns auf eine spannende Diskussionsrunde mit Ihnen.

Sie sind herzlich eingeladen, mit Gebhard Borck und uns zu diskutieren.

Die vollständige Einladung hier lesen.

Veranstaltungsdetails
23. August 2012 um 18.30 Uhr (Get together, Willkommenssnack und Getränke).
Start des Vortrags/der Diskussionsrunde: 19.00 Uhr
Ende der Veranstaltung: ca. 21:30 Uhr
Ort: Fichtestraße 12, 60316 Frankfurt bei der Agent CS GmbH

Wir empfehlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Taxi anzureisen.

Wir freuen uns auf Sie und bitten um Ihre Anmeldung unter
Tel.: 069 9450 7270
eMail: info@agent-cs.de

Achtung: Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Der Eintritt ist kostenfrei. Den Wert der Diskussionsrunde bestimmen Sie am Ende selbst. Der komplette Erlös wird der Operation Monkey Business (Infos unter monkey-business) gestiftet.

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Eingeordnet unter Affenmärchen auf Tour

Affenmärchen Live – am 11. August in Karlsruhe

Datum: Samstag, 11.08.2012
Zeit: ab 16:00 Uhr
Ort: Karlsruhe | Baden-Württemberg | Deutschland

Der Begründer der Logotherapie Viktor E. Frankl hat die These vertreten, dass der Verlust von Sinnorientierung eine der Hauptquellen für die Entstehung psychischer Krankheiten ist.

Um in nicht genau in diese Falle zu tappen, lädt Christoph Jünger, Unterstützer der Operation Monkey Business, zum interaktiven Nachmittag mit mir ein.
Christoph hat sich selbst eine einjährige Auszeit verordnet. Im Laufe derer beschäftigte er sich auch mit dem Thema Sinnorientierung in der Arbeitswelt und lernte so mich und Affenmärchen kennen.

Ich moderiere die Gäste des Nachmittags, sich über sinnorientierte Arbeit auszutauschen. Im Anschluss ergänze ich diese Gedanken mit meinen Ideen und wir diskutieren darüber.
Jede/r, die/der Lust und Interesse hat, mehr über Affenmärchen zu lernen und sich von meinen Gedanken, Thesen, Vorschlägen und Strategien anregen lassen möchte – die/der nutze die Gelegenheit, eigene Gedanken mit mir weiter zu entwickeln!

Eintritt frei. Den Wert bestimmst Du!

Es wird kein Eintritt verlangt. Bitte bringt dennoch Geld mit zur Veranstaltung. Wie viel davon in unserer Kasse landen, bestimmst Du selbst nach der Diskussionsrunde. Die Erlöse kommen zu 100% der Operation Monkey Business zugute, mit der das Buch/ der Blog ins Englische übersetzt wird.

Gastgeber und Veranstaltungsort

Christoph Jünger

Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH
Fachstelle Sucht Karlsruhe
Karlstr. 61, 76133 Karlsruhe
www.bw-lv.de

Anmeldung

Formlos mit uns in Kontakt treten reicht vollkommen aus! Vielen Dank!

Eigene Diskussionsrunde eröffnen?

Du findst das Veranstaltungskonzept gelungen und willst im eigenen Kreis über Sinnorientierung in der Arbeitswelt mit mir diskutieren? Gern besuchen wir Dich. Bitte nimm Kontakt auf. Vielen Dank!

Weiter verbreiten
Bitte leitet diese Einladung an Freunde und Kollegen aus dem Raum Karlsruhe weiter, per Mail, google+, Facebook, Twiter usw.

Medien
Du kennst eine/n freie/n JournalistIn oder eine Medienorgan? Mach sie/ ihn auf uns und die Veranstaltung aufmerksam, danke!

Wir wollen denken!
Gebhard

2 Kommentare

Eingeordnet unter Affenmärchen auf Tour, Affenmärchen in der Praxis, Offensive Monkey Business

Wir machen es uns gerne einfach

„Wer, der bei Verstand ist, wird da schon X wählen?“ ist ein regelmäßiger Kommentar bei meinem XY-Experiment.

„Die Maus saß in der Falle, an den glatten Wänden des tiefen Duschbeckens, in das sie gefallen war, konnte sie nicht mehr empor klettern. Ich konnte nicht hinsehen, als ich das Wasser aufdrehte und die Maus in das garbage disposal (ein elektrische Müllzerkleinerer in amerikanischen Abflussrohren) gespült wurde.“ Wir fühlen mit der Maus, doch das hindert uns nicht daran, über sie zu richten.

„Leiden oder triumphieren“ – „Amboss oder Hammer sein“ – gerne beschränken wir unsere Beziehungswelt auf Dominanz und Unterwerfung, das hält sie überschaubar. Auch die oft beschworene Augenhöhe bleibt dabei auf der Strecke.

„Wer schön reden kann hat Recht.“ Wählt man die richtigen Worte, wissen die Marketingprofis unter uns, klingt jede Argumentation rational, selbst wenn dabei die Einschränkung der Grundrechte gefordert wird, um die Menschen zu schützen.

„Natürlich bin ich ein High-Performer, was soll ich auch anderes sein, war ich doch bei meinem Berufseinstieg ein High-Potential!“ Natürlich spricht es gegen jeden mathematischen Sachverstand, dass sechzig Prozent der Menschen überdurchschnittliche Leistung erbringen. Doch wer versteht heutzutage noch Statistik?

„Die Euphorie stieg in ihr hoch, sie blickte auf ihr Gegenüber und sah das kleine Häufchen Elend, das jeder von uns in sich trägt, dann zückte sie ihre schlagkräftigstes Argument, den Fehler, der seine totale Inkompetenz bewies, ließ es auf ihn nieder prasseln, drehte sich um und ging befriedigt und satt weiter in Richtung Erfolg.“ Ein Schelm wer Böses dabei denkt – hat sie doch zum Wohle der Firma gehandelt und einen Faulpelz und Abseiler identifiziert und chirurgisch präzise entfernt.

Die Liste solcher Charakteristiken, die unsere Menschenbilder prägen könnte noch nahezu beliebig ergänzt werden. So fehlen hier Gier vs. Teilen, Kooperation zum Gemeinwohl vs. Ausbeutung oder Egoismus vs. Altruismus, um nur drei weitere Begriffspaare zu nennen. Doch wohin führt das? Ein Berater, den ich kenne, betont immer wieder das Wichtigste für seine Arbeit sei das richtige Menschenbild. Kennen Sie solche Menschen auch? Dann machen Sie mal den Test und fragen nach diesem Menschenbild. Wie ist er denn, der richtige Mensch? Und sind wirklich alle so oder gibt es Ausnahmen? Kommt dann schnell eine Aussage die so oder so ähnlich beginnt: „Wenn die Menschen so wären, dann …“? Mit diesem Wischiwaschi bekommen wir die Kuh leider nicht vom Eis. Die meisten Diskussionen um Menschenbilder sind theoretisch und führen uns konsequent, schnell und ohne Umwege in die Sackgasse der Rechthaberei. Die Erkenntnisse:

  • Erstens: Es kommt gar nicht so sehr darauf an, ob wir ein allgemeingütiges, richtiges Bild von unseren Mitmenschen haben. Es kommt darauf an, dass wir erkennen, wie viel unsere Erwartung unser Bild von anderen etwas damit zu tun hat, wie diese Menschen dann auch wirklich sind. Ein Weltbild, in dem achtzig Prozent der Menschen dümmer, fauler, lästiger und weniger wert sind als ich selbst, führt genau zu dieser Welt – sprich dem Resümee: „Mit Mitte dreißig stellte ich dann plötzlich fest, dass ich von Idioten, Faulpelzen, Abseilern und Nichtsnutzen umgeben war.“
    Umgekehrt gilt das auch und ich finde mich in einer Welt voller Genies, Höchstleister, glücklicher Workaholics und Philanthropen wieder. Bei den Pfadfindern habe ich ein Menschenbild kennen gelernt, nach dem jeder Mensch anders ist, irgend einen wertvollen und besonderen Beitrag zur Welt leisten kann und ich ihm dabei helfen darf, seine Rolle, Bestimmung sowie seinen Wert für die Welt zu erkennen. Daraus etwas zu machen, ist dann sein Job! Und, ob Sie es glauben oder nicht, ich finde lauter solche Menschen. Wenn wir erwarten, dass fünfzig Prozent der Menschen, denen wir in der Arbeit begegnen, vom X-Typ sind, dann ist das sehr wahrscheinlich auch so und zwar ganz unabhängig davon, welches Bild wir von uns selbst haben. Wir können aus den negativen Erwartungen gegenüber anderen Menschen mit einem ins positive gewendeten biblischen Motto heraus kommen: „Was Du willst, das man Dir tu, das füge allen andern zu!“
  • Zweitens: Wir Menschen sind anpassungsfähig. Wir können alles sein, selbst wenn es uns auf lange Sicht nachgewiesenermaßen krank macht wie das X-Menschen Dasein. Wir können sanft sein und gewalttätig, X und Y, dominant und zurückgezogen, leistend und abseilend, gierig und altruistisch. Weit mehr als mit einem richtigen oder falschen Menschenbild hat das mit unseren Interaktionen im System zu tun, mit den Wechselwirkungen unserer Beziehungen, mit dem wofür wir Belohnung erfahren oder Bestrafung. Anders als andere Tiere werden wir dabei nicht zwangsläufig von unseren Instinkten dominiert. Wir können wählen. Bei manchen Meldungen in den Nachrichten und vor allem im Boulevard-Journalismus könnte man zwar annehmen, nicht jedem wäre diese Fähigkeit gegeben und dennoch ist es so: Wir alle können wählen ob unsere Empathie zur Kooperation führt oder zur Ausbeutung. Also – ganz persönlich – unter uns: Sie wählen, was sie von anderen erwarten, sie entscheiden, wie Sie andere behandeln und Sie leben die Lust an Gewalt, die Angepasstheit des X-Typs, den Amboss und auch den Altruisten aus, niemand sonst.

Natürlich bedeutet das auch, dass der Charakter, das Muster, die Struktur und Natur des Systems, in dem wir agieren, eine maßgebliche Rolle für unser Verhalten spielt. Nehmen wir das als Erkenntnis und hören auf, uns damit für unser Verhalten zu entschuldigen, stellen wir fest: Die Beziehungssysteme in den meisten Unternehmen sind aggressiv, akzeptieren ja sehen in vielen Fällen Gewalt und Dominanz, vor allem in der Führung, als naturgegeben, fordern unaufhörliche Höchstleistung und reden alles schön. Selbst Millionen von Litern Öl im Golf von Mexiko sind da eine Chance und kein Weltuntergangsszenario. In diesen Systemen hat es unsere Sehnsucht nach Fairness, Kooperation, Augenhöhe und Spaß an der Arbeit zugegebenermaßen schwer. Was also bleibt? Wir, auch Sie, müssen das System selbst verändern, um unser positives Menschenbild in der Unternehmenswelt zu einem Erfolgsmodell zu machen! Das wir es können steht außer Zweifel. Was und wie viel wollen Sie dafür riskieren, das ist die Frage?

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