Kommunikation auf Augenhöhe – wenn Ideale den Blick verstellen

Liebe Leserinnen und Leser,

mit der Publikation von Affenmärchen hat sich auch mein Beratungsangebot verändert. Waren die Inhalte und Erfahrungen zuvor verdeckter Bestandteil meiner Leistungen, biete ich heute gezielt die Beratung hin zu einer menschlichen Betriebswirtschaft an. Sozusagen Affenmärchen als Service. Diese Leistung findet in Form von punktuellen Orientierungs-/ Perspektivgesprächen oder als Consulting Flatrate statt.

Im Rahmen der Flatrate entsteht eine dauerhafte Beziehung zwischen Berater und Kunde, in der wir alle wirtschaftlichen Fragestellungen (Steuerung, Führung, Kommunikation, Motivation, Mitarbeiterbindung etc.) aus den Blickwinkeln einer menschlichen Betriebswirtschaft betrachten. So entsteht automatisch Wissen und Erfahrung rund um Affenmärchen in der Praxis.

Seit diesem Frühjahr gibt es die ersten Kunden im Bereich der Flatrate. In der Arbeit mit Ihnen kommen bereits jetzt immer wieder Aspekte ans Licht, in denen eine menschliche Betriebswirtschaft neue Perspektiven eröffnet. Mit diesem Artikel startet die Kategorie Affenmärchen in der Praxis, in der ich ab jetzt von den Erfahrungen in der konkreten Beratung berichte.

Wir starten mit: Kommunikation auf Augenhöhe –  Wenn Ideale den Blick verstellen

Mit einer angehenden Führungskraft sprach ich über das Thema Kommunikation. Sehr schnell kam die Pauschalierung: „Ja, ich weiß, immer auf Augenhöhe kommunizieren!“

Ich habe gestutzt und darüber nachgedacht. Ist das so? Ist es immer richtig auf Augenhöhe zu kommunizieren? Wenn nicht, um was geht es dann?

Im Gespräch kamen wir zu folgenden Erkenntnissen:

  • Pauschal kann sich die Aussage fast nur auf den grundsätzlichen Respekt vor anderen Menschen beziehen, den man wahren sollte.
  • Davon abgesehen ist Kommunikation auf Augenhöhe wohl häufiger die Ausnahme als die Regel. Sie immer anstreben zu wollen ist dann auch oft mehr hinderlich als hilfreich.
    Nehmen wir beispielsweise ein Wissens- oder Kompetenzunterschied zwischen zwei Gesprächspartnern. Wer mehr Wissen/ Kompetenz hat, von dem wird häufig auch erwartet, dass er führt. Damit wäre die Kommunikation auf Augenhöhe schon vorbei.
  • Wertvoller ist es, die eigene Wahrnehmung zu entwickeln, damit man aus der Situation heraus erkennen kann, wer erwartet von wem Führung oder wer erwartet zu führen. So lässt es sich überprüfen, ob man mit dieser Verteilung einverstanden ist. Wenn nicht, sollte auf diese Metaebene der Kommunikation gegangen werden, bevor man sich weiter auf der Sachebene auseinander setzt. Erst wenn die Führungsrollen für die Situation geklärt und anerkannt sind, hat man die höchste Chancen auf eine konstruktive Kommunikation – allerdings nicht auf Augenhöhe ;).

Dies ist ein sehr gutes Beispiel für die praktische Relevanz der natürlichen Führung oder nomadischen Führung. Darunter verstehe ich: Die Führung und Hierarchie aus der Situation heraus erkennen und leben, anstatt sie über formale Vorgaben festzuschreiben und einzufordern/ zu verteidigen.

So weit erst einmal – bis zum nächsten Beitrag Affenmärchen in der Praxis ;)!

Gruß
Gebhard

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