Hochschlafen kann man sich überall!

Eine wunderbare Geschichte zur Dummheit von Organisationen, die sich an klare Regeln anstatt an Kommunikation und Aufmerksamkeit halten. Sie hat sich glaubhaft so zugetragen, da sie vom Erzähler selbst und verschiedenen Kollegen bestätigt wurde.

Gerne wollte ich in einem Industriebetrieb arbeiten. Vorgabe für eine Einstellung war allerdings, dass man eine Empfehlung eines Mitarbeiters vorweisen konnte. Diese Empfehlung hatte ich nicht und ich kannte auch keinen Mitarbeiter persönlich, der mir eine solche gegeben hätte.
Was konnte ich anbieten? Meine Fachkenntnis, mein Studienabschluss, meine Teamfähigkeit, meine Motivation? All das wurde ohne Empfehlung nicht berücksichtigt. Wie also diese Hürde nehmen?
Am Ende brachten meine Jugend und die Langeweile der Frau eines Abteilungsleiters die Lösung. Mit der Frau begann ich eine Affäre und wurde so zu einem Freund der Familie. Schon bald sprach mir ihr Mann die Empfehlung aus und ich erhielt meine Anstellung.

Was sagt man dazu. Sex für die Karriere funktioniert auch in traditionell angestaubten Industrieunternehmen und ist beileibe keine allein weibliche Domäne.

Grüsse
Gebhard

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8 Kommentare

Eingeordnet unter Geschichten rund um Affenmärchen, off record

8 Antworten zu “Hochschlafen kann man sich überall!

  1. Der Gefaellt mir Button wuerde sich gut im Blog machen, oder finde ich ihn nur nicht?

    • Nein, es gibt ihn nicht und ich finde ich ihn auch nicht gut. Ich bin mit allen mir möglichen Konsequenzen aus Facebook ausgestiegen. Dazu gehört auch, dass ich auf meinen Blogs und Webseiten keinen „Gefällt mir“ Button mehr anbiete.

      Gerne kannst Du den „Daumen hoch“ Button von WordPress drücken oder den Beitrag einfach via Twitter, google+ (solange ich dort noch bin) sowie per Mail weiter verbreiten oder ihn ausdrucken und auf die Firmentoilette hängen ;).

      Gruß
      Gebhard

  2. Hallo Gebhard,
    da bin ich bei Dir. Das scheint mir sehr sektiererisch zu sein und behagt mir gar nicht.
    LG Martin

  3. Tom

    Tolle Voraussetzung, um irgendwo zu arbeiten… Da wird doch alles von Beginn an auf Lug und Trug aufgebaut. Auch wenn der Casonova Erfog hatte und er sich jetzt toll fühlen mag, Vertrauen und Loyalität, was immer noch das Wichtigste bim Führen eines Unternehmens / einer Abteilung ist (habe selbst 20 Jahre Top-Führungserfahrung) sehen mt Sicherheit anders aus. Solche Mitarbeiter kann man echt in der Pfeife rauchen, denn sie sind im schlechtesten Sinne des Wortes zu ALLEM fähig…

    • Hallo Tom,

      Solche Mitarbeiter kann man echt in der Pfeife rauchen, denn sie sind im schlechtesten Sinne des Wortes zu ALLEM fähig…

      zumindest sind sie zu Handlungen außerhalb der Norm fähig. Natürlich kann man sich in dem Zusammenhang allerdings auch nach der Henne und dem Ei erkundigen. Schließlich war es das Unternehmen, das mit seinen Aussperrungsregeln den Raum für derart kreative Umwege eröffnet hat.
      Ich habe zwar keine Ahnung, ob dort Beischlaf mit der Frau eines Firmenangehörigen zur Anstellungsroutine gehörte. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass andere Menschen ebenfalls ohne die entspechenden Kontakte ähnlich kreative Wege entwickelt haben, um dort angestellt zu werden.

      Mann könnte es mit einer Plattitüde ausdrücken: Jedes Unternehmen bekommt die Mitarbeiter, die es verdient!

      Und ob dieser Mitarbeiter am Ende nicht sogar gute Arbeit für das Unternehmen geleistet hat, wissen wir nicht.
      Seine Moral war allerdings deutlich anders gelagert als Deine.

      Und hier sind wir an einem zentralen Punkt von Affenmärchen. Wenn es um Menschen geht, dann nicht zuerst um gute oder schlechte oder vielleicht moralisch integere bzw. nicht integere. Das sind höchst subjektive Urteile, die jeder für sich selbst bildet und die uns nicht wirklich weiter helfen, wollen wi ein Unternehmen zum Menschen hin ausrichten.

      Wenn Du beispielsweise Top-Führungskraft in einem größeren Unternehmen warst, hast Du Pedophile ebenso geführt wie moralisch hoch Integre, Depressive genauso wie Choleriker, Duckmäuser wie alles niederwalzende Alphatiere, Statisten am Schreibtisch und Leistungsträger usw.. Machen wir die Menge groß genug (ich schätze so ab 300 Menschen, vielleicht auch schon früher), dann ist eben alles dabei.

      Was das Beispiel auch zeigt: Wenn wir uns Menschen vor komplexe Probleme stellen, die keine eindeutige, schnelle und/ oder einfache Lösung haben, wir Menschen allerdings eine Lösung wollen, dann werden wir kreativ und suchen Wege.
      Schaffen wir es nicht alleine, suchen wir einen sozialen Prozess, von dem wir annehmen, er brächte uns unserem Ziel näher.
      Das ist menschlich!

      Es ist auch ein gutes Beispiel, um sich über sich selbst klar zu werden.
      Ein Bestandteil von Selbstreflektiert etwa ist für mich: Die eigenen moralischen Grenzen zu kennen und zu wissen wann man „Nein“ sagen will und es dann auch zu tun. Sonst stellt man irgendwann nur noch lakonisch das eigene Versagen und die eigene Unmoral fest. Was sowieso häufig genug der Fall ist!

      Gruß
      Gebhard

  4. Silke

    Vielen Dank für diese Geschichte am hellen Freitagmorgen, Gebhard. Sie motiviert, auch mal unorthodoxe Wege einzuschlagen. ;o>
    Schönes Wochenende!

    Gruß Silke

  5. Das Auswahlkriterium „auf Empfehlung eines Mitarbeiters“ ist eines, mit dem wir selbst auch gute Erfahrungen gemacht haben. Denn kein Mitarbeiter wird Jemanden empfehlen wollen, der später ein schlechtes Licht auf einen selbst werfen soll.

    • Hallo Martin,
      die eigenen Mitarbeiter neue Kollegen empfehlen zu lassen ist sowohl menschlich als auch sinnvoll. Daraus eine Regel zu machen, die zwingend erfüllt sein muss – wie in der Geschichte – nicht.

      Gruß
      Gebhard

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